Monotypien auf Papier

Für diese Drucktechnik wird schwarze Farbe dünn auf eine Glasplatte aufgetragen. Auf die Farbe lege ich das Papier und zeichne. Es entsteht ein seitenverkehrter Abdruck. Jede Zeichnung wird somit nur einmal gedruckt - daher die Bezeichnung Monotypie (griech. mono = eins; typos = Druck). Es entstehen durchweg Unikate. Wenn die Farbe getrocknet ist, lassen sich beliebig oft weitere Linien und Grauwerte drucken, auch durch Reiben oder mit verschiedenen Werkzeugen. Nach dem Trocknen der Druckfarbe vollende ich die Blätter oft mit Aquarellfarben.

Temperabilder auf Leinwand

Damit die Leinwände einen lebendigen und dennoch feinen, glatten Untergrund erhalten, werden sie in vielen Arbeitsschritten gespachtelt und geschliffen. Die entstehende Oberflächenwirkung ist subtil und erinnert entfernt an Putzstrukturen. Auf diesen Untergrund drucke ich in der oben beschriebenen Monotypietechnik. Anders als bei den Arbeiten auf Papier, lassen sich die Linien und Grauwerte nachträglich bearbeiten. Ist die Druckfarbe getrocknet, reibe ich aus Pigmenten und Bindemittel Farben an, die sich pastos, opak oder lasierend vermalen lassen. Sie sind durch die Verwendung von reinen Pigmenten brillant und intensiv, so dass sich durch die Überlagerung unterschiedlicher Lasuren ein zauberhaftes Farbspiel ergibt. Zum Abschluss werden die Bildwerke gefirnisst und poliert, um die Leuchtkraft zu verstärken. 

Der Rahmen

Zu jedem Temperabild gehört ein vom Tischler gebauter Rahmen. Dieser eigens entworfene und gefasste Rahmen besitzt eine Schattenfuge, die meist mit schwarzem Poliment den Untergrund für eine Echtsilberauflage bildet. Diese wird je nach Wirkabsicht mit einem Achat auf Hochglanz poliert und mit Schellack überzogen, um ein Verschwärzen zu verhindern. Bild und Rahmen bilden eine wunderbare Einheit in Gestaltung und Wirkung.